Senioren-EM Halbmarathon

Mein nächstes Saison-Highlight, die 13. Europameisterschaft Non Stadia der Senioren/innen steht vor der Tür.

Der Startschuss fällt bereits am 23.05. wobei 10 km Straßenlauf, Staffel-Crosslauf, Halbmarathon und 10/20/30 km Straßengehen auf dem Programm stehen.

Die Stadt Úpice – das Zentrum des Falkengebirges liegt im Tal des Flusses Úpa im Riesengebirgsvorland in der Tschechischen Republik.

Laut Info des DLV kämpfen insgesamt 681 Seniorensportler aus 28 Ländern um die Europameistertitel in den verschiedenen Altersklassen. Deutschland stellt mit 184 Teilnehmern das größte Kontingent, dicht gefolgt von den Gastgebern mit 160 Teilnehmern.

Am kommenden Sonntag, den 26.05. wird es sich dann zeigen ob ich meine gute Form des erfolgreichen Marathontrainings konservieren konnte. Dann werde ich nämlich um 9 Uhr am Start des Halbmarathon stehen. Die Strecke hat es richtig in sich wie man an dem Höhenprofil erkennen kann. Aber es gelten keine Ausreden, jeder hat die gleichen Bedingungen.

Leider gibt es keine Teilnehmer-Meldeliste mit Zeitangabe, so dass die europäischen Mitkonkurrenten für mich schwer einzuschätzen sind. Allerdings habe ich bereits aus dem deutschen Teilnehmerfeld sehr starke Konkurrenz und es wird sicherlich schwer unter die drei schnellsten nationalen Läufer zu kommen und sich damit für die Mannschaftswertung zu qualifizieren. Zumal diese in 10-Jahren-Altersklassen vorgenommen wird.

Darin liegt eigentlich auch mein Hauptziel und falls ich dies erreichen sollte, wäre eine Medaille im Bereich des Möglichen. Auf jeden Fall freue ich mich ganz besonders, wieder im Nationaltrikot starten zu dürfen auch wenn ich mich im mittlerweile vierten AK-Jahr mit einigen jüngeren Läufern messen darf.

Aber es gibt auch schlechte Nachrichten. Leider bin ich die letzten Tage etwas gehandikapt, da mir mein rechter Fuß Sorgen bereitet. So wie es ausschaut handelt es sich um eine Fußgelenksblockade. Die gleiche Problematik hatte ich letztes Jahr schon einmal und konnte damals zum Glück kurzfristig behoben werden. Jetzt hoffe ich, dass es dieses Mal genauso komplikationslos läuft.

Also schon mal Daumen drücken. Ich halte euch hier auf dem laufenden…

Letzte News

Seit dem Hamburg-Marathon sind mittlerweile drei Wochen vergangen. Zeit für eine kurze Wasserstandsmeldung:

Am Freitag, den 03.05. nahm ich am HVB-Citylauf teil. Obwohl in der Lokalpresse als Favorit in meiner AK gehandelt, konnte ich dies nicht auf die Strecke bringen. Zwölf Tage nach dem Marathon waren die Beine einfach noch nicht gut und nachdem ich auch viel zu schnell angegangen war, bin ich hinten raus fast gestorben. Zwischen drin spielte ich sogar mit dem Gedanken auszusteigen, aber bei den Zuschauermassen habe ich mich dann letztendlich doch nicht getraut und bin das Ding bis zu Ende gelaufen. Solche Erfahrungen gehören einfach zu einem Läuferleben dazu…

Seit letzter Woche habe ich Urlaub, den ich überwiegend in meinem Garten verbrachte. Der hatte es nach der Marathonvorbereitung auch dringend nötig. Zusätzlich begann ich mit den Erdarbeiten für einen Autostellplatz vor unserm Haus. Dabei machte ich die bittere Erfahrung, dass sich solche ungewohnten körperlichen Tätigkeiten leider sehr negativ auf das Lauftraining auswirken. Oder anders gesagt: ich brachte einfach nicht mehr die Beine hoch bei den Tempoläufen…

Heute, dann war das nächste läuferische “Highlight” unserer Region, der Obernburger Römerlauf auf dem Programm. Für mich allerdings nur ein harter Tempolauf aus dem Training heraus, da mein nächster Saisonhöhepunkt mit der Straßen-Senioren-Europameisterschaft unmittelbar bevor steht.

Mein Ziel war eine 36-er Zeit auf dem nicht allzu schnellen Kurs in Obernburg. Dies konnte ich dann auch gerade noch so, mit 36:58 min umsetzen. Allerdings bei erschwerten Bedingungen durch Regen und dadurch teilweise ziemlich aufgeweichtem Geläuf auf den Schotterweg-Passagen.
Immerhin reichte es neben dem 9. Gesamtplatz zum AK-Sieg und zum Sieg in der Mannschaftswertung, mit dem Team “INTERSPORT Wolfstetter” gemeinsam mit meinen Teamkollegen Uwe Reinke, Manuel Künzig und Robert Schuch.
An dieser Stelle viel Glück für Uwe, der nächste Woche bei den Bayerischen Marathon-Meisterschaften in Würzburg startet. Gleichzeitig gute Besserung an Robert Schuch, der sich leider einen Muskelfaserriß zugezogen hat, aber dennoch bis ins Ziel durchgelaufen ist.

Glückwunsch auch an den Sieger Maxi Weber, der auf der schweren Strecke bei den Bedingungen mit 32:51 min eine tolle neue Bestzeit gelaufen ist und dabei einen neuen Streckenrekord aufgestellt hat. Ebenso an Kathrin Hornung, die souverän den 5-km Lauf mit neuem Streckenrekord gewonnen hat.

Nicht zu vergessen ein ganz große Lob an die beiden Macher des mittlerweile 8. Römerlaufs: Armin Schreiber und Stefan Klemm.
Ich habe es ja heute Morgen schon kurz vor dem Start, im Interview, vor Ort mit Stefan erwähnt. Was die beiden für eine Veranstaltung für uns Läufer/in, hier in der Region auf die Beine gestellt haben ist wirklich phänomenal. Ich freue mich heute schon auf den 9. Römerlauf im nächsten Jahr.

Immer wieder interessant sind aber auch die kleinen Geschichten, die man am Rande so einer Veranstaltung erlebt. Besonders gefreut hat es mich, dass einige Kinder unserer ehemaligen Kinderleichtathletik immer noch laufen und am Römerlauf teilgenommen haben.
Traurig ist es dagegen, dass sie mittlerweile in anderen Leichtathletik-Vereinen umliegender Nachbarorte untergekommen sind. Trotz intensiver Suche gelang es damals nicht einen Übungsleiter für die Kinder zu finden. Dies war auch mit ein Hauptgrund, dass ich mein Amt als Leichtathletik-Abteilungsleiter niedergelegt habe. Denn was ist ein Verein, oder eine Abteilung ohne Nachwuchs???

Und dann war da noch der mir Unbekannte Läufer, der sich im Zielbereich riesig über seine Zeit gefreut hat und dann fast einen Kniefall vor mir machte. Als ich ihm daraufhin sagte, er soll sich nicht so klein vor mir machen, entgegnete er mir, dass ich sein läuferisches Vorbild wäre und er sich an meinen Leistungen orientieren würde. Das hat mich in diesem Augenblick doch etwas berührt, aber bestärkt mich auch gleichzeitig weiter für die kommenden Ziele und Aufgaben…

Bericht vom Hamburg Marathon

Vielen Dank an alle die mir zu meinem Marathonergebnis gratuliert haben.

Auch mit ein paar Tagen Abstand bin ich immer noch überwältigt von den vielen “likes” und Kommentaren auf Facebook, den vielen Emails, SMS, Whats up-Nachrichten, Telefonaten und natürlich persönlichen Glückwünschen.

Aber ganz besonders habe ich mich über die persönlichen Glückwünsche meines Firmenchefs gefreut und natürlich über den unerwarteten Geschenk Gutschein meines Arbeitgebers, der KION Group.

So langsam werden die Beine wieder lockerer, die ersten Kilometer liegen bereits hinter mir.

Der Bericht vom Hamburg Marthon ist mittlerweile auch online. Viel Spaß beim lesen ;-)

…und wie immer freue ich mich natürlich auf Kommentare :D

Hamburg Marathon

Es war mein siebzehnter Marathon und es war mein schönster. Normalerweise bin ich kein Freund von Stadtmarathons, aber was ich heute erlebte lässt mich umdenken. Was für eine Stimmung an der Strecke und welche Menschenmassen die hier – im wahrsten Sinne des Wortes – die Teilnehmer motivieren. Der nackte Wahnsinn.

So ähnlich müssen sich die Radfahrer bei der Tour de France fühlen wenn sie die Berge erklimmen.

Läuferisch lief es fast wie geplant. Eigentlich war ich immer perfekt in meinem Zeitfenster, obwohl die Splits sehr wechselhaft waren. Aber das war einfach dem doch etwas welligen Streckenverlauf geschuldet. Leider musste ich dann bei km 32 eine kurze Pinkelpause einlegen, die mich dann etwas zurückwarf. Aber schon zu diesem Zeitpunkt war ich eigentlich nur auf der Überholspur und die Menschenmassen peitschten einen nur voran. Erst kurz vor km 40 wurde ich von einem Läufer überholt, an den ich mich aber gleich dranhängte. Das Ziel war nahe, aber die Uhr tickte erbarmungslos runter und ich überquerte die Ziellinie mit handgestoppten 2:45:00 h, die aber in der Ergebnisliste mit 2:45:03 h aufgeführt sind.

Damit konnte ich im zarten Alter von 53 Jahren meine aktuelle Bestzeit von 2011 um immerhin 1:34 min unterbieten. Leider das Erstziel verfehlt, aber man soll sich ja auch noch ein paar Träume für den nächsten Marathon aufheben…

Vielen Dank an dieser Stelle an meinen Arbeitgeber die KION Group für das schöne Wochenende hier in Hamburg. Und natürlich an meinen Ausrüster ASICS hier speziell an Jan-Erik für den tollen Frontrunner-Service auf der Messe. Last but not least auch an Orthomol-Sport – besonders an Thomas – ohne deren Unterstützung ich diese Vorbereitung sicher nicht in der Form durchführen hätte können.

Ausführlicher Bericht dann die nächsten Tage. Jetzt wird erstmal hier in Hamburg auf die neuen Bestzeiten in der Greifrunde angestoßen…

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